Firmenwagen mit Privatnutzung – Wie bin ich versichert?

Firmenwagen

Sie dürfen Ihren Firmenwagen auch privat nutzen? Wir erklären, was zu beachten ist.

Ein Firmenwagen ist toll und für jeden Arbeitnehmer eine echte Wertschätzung durch den Chef. Große Sorgen um teure Versicherungskosten oder die KFZ-Steuer muss sich niemand machen, da diese Kosten im Regelfall vom Arbeitgeber übernommen werden. Allerdings gilt es in einer Schadensituation aufzupassen, damit ein Schaden am Firmenwagen mit Privatnutzung nicht zum kostspieligen Vergnügen wird.

Wer muss sich um den Versicherungsschutz kümmern?

Welche KFZ-Versicherung für den Firmenwagen mit Privatnutzung ausgewählt wird, entscheidet fast immer der Arbeitgeber. Er legt auch alle weiteren Konditionen fest, die rund um den Firmenwagen wichtig sind. Beispielsweise kann er entscheiden, ob das Fahrzeug alleine für geschäftliche Zwecke genutzt werden darf oder seinem Angestellten auch für eine private Spritztour bereitsteht. Ist die private Nutzung erlaubt, wird der Arbeitgeber weiterhin den Versicherungsschutz auswählen und auch bezahlen.

Wird ein Firmenwagen angeboten, kann der Angestellte also einfach einsteigen und losfahren. Auch die Kosten für die KFZ-Steuer und begleitende Ausgaben rund ums Fahrzeug werden im Normalfall an den Arbeitgeber weitergegeben. Hier ist die vertragliche Regelung zwischen beiden Seiten genau zu beachten. Möglicherweise wird sich der Chef nur anteilig an den Benzinkosten beteiligen wollen, wenn das Fahrzeug auch für private Touren genutzt wird. All dies wird jedoch schriftlich festgelegt, wenn der Arbeitgeber seinen Angestellten einen Firmenwagen anbietet.

Wie verhält es sich mit dem Schadenfreiheitsrabatt?

Stellt der Arbeitgeber einen Firmenwagen bereit, wird oft ein privates Fahrzeug gar nicht mehr benötigt. Angestellte entscheiden sich häufig zur Aufgabe ihres Fahrzeugs, damit sie nicht privat für dieses Versicherungsprämien zahlen müssen. Grundsätzlich ist dies empfehlenswert, allerdings muss mit dem Schadenfreiheitsrabatt aufgepasst werden. Je nach Versicherungsgesellschaft vergehen drei bis sieben Jahre, hiernach verfällt der zuvor erworbene Rabatt. Wird später wieder ein Fahrzeug privat angemeldet, steigt der Angestellte formal wieder als Neuling in den Schutz einer Autoversicherung ein.

Um dies zu verhindern, ist dringend die Übertragung des Schadenfreiheitsrabatts auf den Firmenwagen zu empfehlen. Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich hierauf schriftlich verständigen, das Dokument ist der bisherigen KFZ-Versicherung des Angestellten vorzulegen. Bleibt der Fahrer des Firmenwagens in den folgenden Jahren ohne Schäden, findet ganz normal die Hochstufung in die nächsthöheren Schadenfreiheitsklassen statt. Finanziell merkt der Angestellte dies nicht, die Prämien werden ja im Regelfall komplett vom Arbeitgeber übernommen.

Was passiert in einem Schadenfall?

Die meisten Verträge sind so gestaltet, dass bei einem Schadensfall die Versicherung des Arbeitgebers einspringt und Haftpflicht- oder Kaskoschäden begleicht. Allerdings unterscheiden die meisten Firmen, ob sich der Unfall auf einer dienstlichen oder einer privaten Fahrt ereignet hat. Kaum ein Chef wird schließlich gerne Tausende von Euro Schadenersatz zahlen wollen, weil sein Angestellter im Urlaub zu viel Gas gegeben hat.

Geht es um Kaskoschaden, ist die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung obligatorisch. Diese wird meist nicht vom Arbeitgeber übernommen, stattdessen leistet der Angestellte hierüber seinen Beitrag zu den Schadenskosten. Abweichende Regelungen hiervon sind möglich und werden explizit im Vertrag zwischen Arbeitgeber und Angestellten festgelegt. Einen Einfluss hat der Unfall natürlich auf die Schadenfreiheitsklasse des Angestellten. Vertragsabhängig muss er deshalb bei einer Abstufung für die Kosten aufkommen, was ohnehin spätestens bei Aufgabe des Firmenwagens und privater Anmeldung eines eigenen Fahrzeugs gilt.

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