Kindergeburtstag – Wer hat Aufsichtspflicht und was, wenn etwas passiert?

Kindergeburtstag

Den Geburtstag des Nachwuchses gebührend feiern, aber was, wenn es beim Kindergeburtstag zum Schaden kommt.

Besonders im Kindesalter sind Geburtstage etwas ganz Besonderes. Deshalb sollten sie auch ausgelassen und mit allen Freunden gefeiert werden. Doch was so amüsant und lustig klingt, verursacht bei den Eltern nicht selten Schweißperlen und Sorgenfalten. Vor allem die Sprösslinge im Kindergartenalter bedürfen einer zuverlässigen Aufsicht und verlangen ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm, weshalb bei einem Kindergeburtstag gute Ideen gefragt sind. Außerdem muss das richtige Essen auf den Tisch, was bei einer Zunahme an Nahrungsmittelunverträglichkeiten gar nicht so einfach ist. Über Haftungsfragen denken hingegen viele Eltern nicht nach. Was passiert eigentlich, wenn sich ein Kind unter der fremden Obhut verletzt? Wer haftet für Schäden bei der Party, die ein Kind verursacht?

Aufsichtspflicht Kindergeburtstag?

Die wenigsten Eltern bedenken, dass sie für fremde Kinder auf der Geburtstagsfeier die Aufsichtspflicht übernehmen. Doch Panik sollte deswegen nicht ausbrechen. Wie der Rahmen dieser Aufsichtspflicht auszusehen hat, hängt von dem Alter des Kindes ab. Beispielsweise ist im BGH fixiert, dass Kinder ab neun Jahren kurzzeitig unbeobachtet spielen dürfen. Wie so häufig im Leben, ist der Teufel allerdings ein Eichhörnchen: Nach §276 BGB haftet die Aufsichtsperson, sobald Fahrlässigkeit oder Vorsatz vorliegt. Grenzen sind schwer zu ziehen, aber grundsätzlich ist zu bedenken, dass Schwimmbecken, Schaukeln, Trampolins und ähnliche Spielstätten beaufsichtigt werden sollten. Zudem sollten sie fachgerecht aufgebaut sein. Wer gar mit den Kleinen in ein Freibad geht, sollte beachten, dass er nicht die Verantwortung auf den Bademeister abwälzen darf. Auch die Eltern des Geburtstagskindes müssen weiterhin die Sprösslinge im Auge haben. Theoretisch gesehen gäbe es die Möglichkeit, die Haftung einzuschränken. Vertragliche Vereinbarungen kämen in Betracht, die allerdings in der Umsetzung scheitern. Wer möchte schon den Eltern der Geburtstagsgäste einen Vertrag vorlegen? Außerdem lässt sich die Haftung nie komplett ausschließen, sondern lediglich etwas eingrenzen. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Sollte sich ein Kind auf dem Kindergeburtstag verletzen, müssen die Umstände genau betrachtet werden. Im Streitfall entscheidet ein Gericht, inwiefern die temporären Aufsichtspersonen Schuld haben.

Kind verursacht Schaden auf Geburtstagsparty: Zahlt die Versicherung?

Zumeist verlaufen Kindergeburtstag harmlos ab, sodass kein Kind zu Schaden kommt. Oft passiert es jedoch, dass die Kleinen etwas kaputt machen. Viele Eltern glauben, in diesem Fall müssten die Eltern des Kindes für den Schaden beim Geburtstag aufkommen. Doch so einfach ist das nicht. Wer über die Geburtstagsfeier Aufsicht führt, ist zugleich Schuldner für entstandene Schäden. Schießt der Freund des Geburtstagskindes beispielsweise mit dem Ball gegen die Fensterscheibe des Nachbarn, kann die private Haftpflichtversicherung der Aufsichtsperson herangezogen werden. Wer sich unsicher ist, ob seine Versicherung Schäden dieser Art übernimmt, sollte dies durch einen Anruf vorab klären. Damit ist er letztlich auf der sicheren Seite. Theoretisch gesehen, muss die Haftpflichtversicherung bei Kindern unter sieben Jahren keine Zahlung leisten, da die Kleinen „deliktunfähig“ sind. Aus Kulanzgründen zahlen viele Versicherer jedoch trotzdem.

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