Mit Flip Flops Autounfall gebaut – Versichert?

 Flip Flops Auto fahren

Wer mit Sandalen, Flip Flops oder Pantoletten Auto fährt, sollte aufpassen!

Der Sommer ist da und mit ihm die heißen Temperaturen. Kaum jemand möchte an solchen Tagen seine Füße in Socken und festen Schuhen einsperren. Flip-Flops, Sandalen und Pantoletten sind gefragt, die Freiheit für die Füße versprechen und zudem noch im Trend liegen. Doch darf ich mit diesen Schuhen auch Auto fahren und was passiert, wenn ich damit einen Unfall baue? Zahlt die Versicherung in einem solchen Schadensfall?

Darf ich mich barfuß oder mit Flip Flops hinters Steuer setzen?

Jeden Sommer kommen die Gerüchte auf, dass die Polizei Bußgelder wegen des falschen Schuhwerks hinterm Steuer verteilen kann. Dem ist jedoch nicht so. Autofahren mit Flip Flops, barfuß oder mit Sandalen ist für Privatpersonen erlaubt. Die Polizei darf weder ein Bußgeld noch Punkte geben. Die Rechtslage hat somit grundsätzlich nichts dagegen. Etwas anders stellt sich die Sachlage allerdings bei gewerblichen Fahrten da. Im Gesetz ist nämlich verankert, dass Berufsfahrer unbedingt festes und geschlossenes Schuhwerk tragen müssen. Verursachen sie einen Unfall mit Pantoletten oder einem anderen nicht festem Schuhwerk, können sie zu einem Mitverschulden verurteilt werden.

Unfall mit Flip Flops: Was passiert mit dem Versicherungsschutz?

Ob barfuß oder mit leichtem Schuhwerk: Wer einen Autounfall im Sommer verursacht, muss theoretisch aus versicherungsrechtlicher Sicht nichts zu befürchten haben. So ist das Schuhwerk bei Privatpersonen für die Schadensregulierung nicht entscheidend. Die KFZ-Versicherung des Unfallverursachers muss für den Schaden aufkommen. Einige Versicherungen möchten jedoch ihre Kosten drücken und argumentieren mit grober Fahrlässigkeit des Fahrers, wenn er kein festes Schuhwerk getragen hat. Doch ob die Vollkaskoversicherung die Regulierung des Schadens deshalb teilweise oder gänzlich verweigern kann, muss das Gericht beurteilen. Es gab Fälle, bei denen der Versicherung Recht gegeben worden ist. So urteilte das Oberlandesgericht in Bamberg beispielsweise, dass ein Autofahrer aufgrund der falschen Schuhe gegen die Sorgfaltspflicht im Paragraph 1 der StVO verstoßen hat. Dieser Paragraph besagt, dass sich jeder so im Straßenverkehr verhalten muss, dass er niemanden gefährdet. Die Richter führten weiterhin an, dass ein lichtes, loses Schuhwerk das Treten der Pedalen erschweren und damit ein rechtzeitiges Bremsen verhindern kann. Außerdem können sie vom Fuß fallen und so die Pedalen blockieren. Diese Fälle, in denen der Versicherung Recht zugesprochen worden ist, sind allerdings sehr selten. Immer liegt die Versicherung in der Beweispflicht. Demnach muss sie beweisen, dass der Fahrer aufgrund des Schuhwerks tatsächlich grob fahrlässig gehandelt hat. Dies ist eine schwierige Grauzone.

Unser Tipp: Besser nicht mit Flip Flops oder barfuß fahren

Obgleich zumeist die Kfz-Versicherung zahlt, sollte zum Autofahren ein festes Schuhwerk getragen werden. Ein Unfall mit Flip Flops oder Sandalen kann leichter passieren, da sich die lockeren Schuhe zwischen den Pedalen verhaken können. Außerdem kann leicht abgerutscht werden. Auch ein Fahren ohne Schuhe birgt ein erhöhtes Unfallrisiko. Schon sich selbst und den Mitmenschen zuliebe, sollte ein festes Schuhwerk hinter dem Steuer nicht fehlen. Ein Unfall, der vielleicht sogar noch mit einem Personenschaden einhergeht, ist immer eine schlimme Angelegenheit. In der Sommerzeit sollten daher beispielsweise ein Paar alte Turnschuhe im Wagen liegen. Diese können schnell übergezogen werden, bevor die Fahrt beginnt. Sicherheit geht immerhin vor – auch wenn die Sonne vom Himmel scheint und die Sorgen vergessen lässt.

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