Pool im Garten – Was, wenn es zum Unfall kommt?

Unfall Pool

Einen Pool im Garten zu haben, ist toll. Doch was, wenn ihn Fremde nutzen und es zum Unfall kommt?

Wer einen Pool im Garten sein Eigen nennt, hat im Sommer besondere Freude an hohen Temperaturen. Nach der Arbeit genießt man das Schwimmen im Pool und am Wochenende entspannt man im Garten. Doch ein Swimming Pool bringt auch Verantwortung mit sich. Denn wer zahlt bei einem Unfall im Pool? Was passiert, wenn sich Kinder verletzen? Und was ist mit Fremden, die sich Zutritt auf das Grundstück verschaffen und den Pool im Sommer nutzen? Die Rechtslage ist häufig nicht eindeutig.

Die Verkehrssicherungspflicht des Eigentümers

Grundsätzlich unterliegt der Eigentümer des Grundstücks einer Verkehrssicherungspflicht. Bei Bedarf kann er sie auf eine andere Person übertragen. Diese andere Person kann beispielsweise ein Mieter sein. Juristisch betrachtet versteht man unter der Verkehrssicherungspflicht die Verpflichtung, alle nötigen Vorkehrungen zu treffen, um Dritte, die sich auf einem Grundstück bewegen, zu schützen. Diese Vorkehrungen dürfen nicht nur einmalig getroffen werden, sie müssen laufend greifen. Derjenige, der diese Verkehrssicherungspflicht innehat, muss dafür sorgen, dass das Grundstück in einem verkehrssicheren Zustand ist. Das bedeutet, Gefahrenstellen sind abzuschirmen. Unter Umständen kann eine Beaufsichtigung von Personen nötig sein, denen man die Verkehrssicherungspflicht übergeben hat. Der Verkehrssicherungspflichtige haftet, wenn es durch eine Verletzung der Verpflichtung zum Unfall kommt. Hier greift der Paragraph 823 des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Die Schadensersatzpflicht kann den eigentlichen Schadensersatz und Schmerzensgeld umfassen. Strafrechtliche Konsequenzen können bei einer Nichteinhaltung der Verkehrssicherungspflicht ebenfalls entstehen, es kann zu einem Strafverfahren wegen fahrlässiger Körperverletzung kommen. Sie wird mit einer Geldstrafe oder Freiheitsentzug von bis zu drei Jahren geahndet.

Diese Pflichten hat der Pool-Besitzer

Die Rechtsprechung ist bei einem Unfall im Pool derzeit recht unterschiedlich gelagert. Zum einen muss der Poolbesitzer sein Grundstück einzäunen. Die Einzäunung muss so ausgeführt sein, dass das Grundstück nicht einfach betreten werden kann. Damit sollte auch der Pool im Sommer durch Fremde nicht zu nutzen sein. Wenn das Grundstück nicht eingezäunt werden kann, ist der Pool selbst wirksam abzudecken. Dadurch soll verhindert werden, dass Fremde im Pool schwimmen. Zum anderen ist zu unterbinden, dass Kinder im Pool baden. Ein Gitterrost oder ähnliche schwere Platten können Abhilfe schaffen, dass der Pool im Garten von Unbefugten genutzt wird. Die neuere Rechtsprechung sagt aus, dass Kleinkinder ständig zu beaufsichtigen sind. Deshalb muss ein Poolbesitzer meist nicht mit einem Versagen der Aufsichtspflicht der Eltern rechnen. Trotzdem kann es im Einzelfall und unter Beachtung der Umstände zu einer Haftung des Poolbesitzers kommen. Das kann passieren, wenn der Aufsichtspflichtige seine Verpflichtung nicht vernachlässigt hat und wenn dem Poolbesitzer gleichzeitig grobe Fahrlässigkeit vorzuwerfen ist. Dann kann der Haftpflichtversicherer sogar eine Zahlungsverpflichtung ablehnen.

Ein Restrisiko bleibt bestehen

Als Poolbesitzer muss man wissen, dass Kinder im Pool oder Fremde im Pool ein gewisses Restrisiko mit sich bringen – es kann zum Unfall im Pool kommen. In der Regel zahlt die Haftpflichtversicherung des Poolbesitzers. Trotzdem kann es im Einzelfall und bei einer Verkettung von unglücklichen Umständen zu einer persönlichen Haftung des Besitzers kommen, wenn eine Person beim Schwimmen im Pool zu Schaden kommt. Die Frage „Wer zahlt bei einem Unfall im Pool?“ ist somit immer unter Betrachtung der Umstände zu beantworten.

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